News > Hilfeschrei der Seele

am 28.9.2012
"Am 10. September wurde der Welttag der Suizidprävention begangen. Sein Ziel war es, verstärktes öffentliches Bewusstsein für die Notwendigkeit einer aktiven, flächendeckenden Suizidprävention und professioneller Hilfe zu schaffen.

Jedes Jahr sterben laut Weltgesundheitsorganisation WHO eine Million Menschen durch Selbstmord. Alle 40 Sekunden nimmt sich jemand das Leben. In Österreich sind 2011 1.286 Menschen durch Selbstmord gestorben. „Damit liegen wir im europäischen Vergleich im Mittelfeld“, sagt Andrea Zeitlinger, Geschäftsführerin von pro mente steiermark. Zeitlinger ist Obfrau des neu gegründete Dachverbands Gemeindepsychiatrischer Verbund Steiermark (GPVSt), der verstärkt auf die verdrängte Problematik der Suizidalität aufmerksam machen und sich für ein verbessertes Hilfsangebot für Betroffene und Angehörige in akuten Krisen einsetzen möchte. Unter anderem fordert der Dachverband die Einrichtung eines psychiatrischen Rund-um-die-Uhr-Krisendienstes, der bislang in der Steiermark fehlt.

Zum bereits zehnten Mal wurde am 10. September der „World Suicide Prevention Day“ von der International Association for Suicide Prevention (IASP) in Zusammenarbeit mit der WHO organisiert. Vorrangiges Ziel der Initiative ist die „Sensibilisierung der wissenschaftlichen Gemeinschaft und der allgemeinen Bevölkerung“ dafür, dass Selbstmord vermeidbar ist. Außerdem sollen Stigma und Sprachlosigkeit, die dieses Thema begleiten, aufgebrochen werden.

Wie dringend die Aufgabe ist, zeigen aktuelle WHO-Daten aus 2011: Die globale Mortalitätsrate durch Selbstmord beträgt 16 pro 100.000 Menschen, sie hat sich innerhalb der letzten 45 Jahre um 60 Prozent erhöht. Suizide treten in jeder Lebensphase auf, die Häufigkeit nimmt mit dem Alter jedoch steil zu. Dennoch gilt bereits bei den 15- bis 19-Jährigen Selbstmord als zweithäufigste Todesursache weltweit, mindestens 100.000 Jugendliche sterben so Jahr für Jahr. Auf jeden Selbstmord eines Mädchens oder einer Frau kommen drei Suizide von Burschen oder Männern. Diese Verteilung ist konsistent über sämtliche Altersgruppen und Weltregionen hinweg. Umgekehrt kommen weibliche Suizidversuche zwei- bis dreimal häufiger vor als männliche [...]"

V. Weilguni, Ärzte Woche 39/2012
© 2012 Springer-Verlag GmbH

Den gesamten Artikel finden Sie unter dem nachfolgenden Link:

http://www.springermedizin.at/artikel/30641-hilfeschrei-der-...
Quelle: springermedizin.at-Newsletter 27.09.2012


Kommentare - Starten Sie die Diskussion

Loggen Sie sich ein, um diesen News-Eintrag zu kommentieren und Kommentare zu lesen
(Kommentare nur für ExpertInnen zugänglich).

Zum Login

Weitere bestNET.Portale

powered by T3consult
Datenschutz-Erklärung