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bestNET.Symposium 'Trauma–Opfer und Medien–Berichterstattung'
Eine Begegnung zwischen Medien-ExpertInnen und Trauma-ExpertInnen in Kooperation mit dem ORF und dem Medienpartner DER STANDARD. Im Rahmen des Symposiums soll ein verantwortungsvoller Weg gefunden werden, der einerseits das Informationsbedürfnis der Öffentlichkeit befriedigt und gleichzeitig den Schutz von Betroffenen gewährleistet.
Sensations-Berichterstattung versus Nachrichten-Embargo
ExpertInnen aus Medien, Kommunikation und Trauma-Forschung treffen aufeinander, um gemeinsam zwischen vereinfachendem, plakativem, missbräuchlichem Schlagzeilen-Journalismus und ethisch-moralisch-gelähmter medialer Abstinenz, eine Perspektive für qualitativen Journalismus aufzuzeigen. Sowohl individuellen Traumata durch Missbrauch und Gewalt, wie auch kollektiven Traumatisierungen - beispielsweise durch Krieg, Terror, Naturkatastrophen - wird breiter diskursiver Raum gegeben.
Prophylaxe gegen Trauma–Ansteckung
Neben der Öffentlichkeitsebene der medialen Berichterstattung – und der Verantwortung dem Trauma-Opfer und der Leserschaft gegenüber - sind auch die Auswirkungen der persönlichen Betroffenheit des/der JournalistIn bei Reportagen Thema des Symposiums.
Möglichkeiten der Prävention und Strategien des Verarbeitens traumatisierender Ereignisse für Berichtende werden zwischen JournalistInnen und ExpertInnen aus dem psycho-sozialen Feld diskutiert.
Das Symposium wird moderiert von Dr. Rubina Möhring, Journalistin und Leiterin der aktuellen TV-Wissenschaftsredaktion des ORF und Präsidentin von „Reporter ohne Grenzen Österreich“
Das Podium besetzen ausgewiesene ExpertInnen:
Medien-ExpertInnen * Feurstein Christoph: ORF-Journalist, moderiert regelmäßig die ORF-Sendung „Thema“ (Fall Kampusch, Terrorüberfall OPEC in Wien,Tschernobyl) Zitat: „Ein gutes Trauma-Interview wird immer vom Betroffenen geführt und nicht vom Journalisten“
* Puschl Andrea (Bakk.phil.): ORF-Journalistin, Leiterin der ORF-Sendung "THEMA". Zitat: „Journalistinnen und Journalisten sollten nicht länger nur nach ihrem Gefühl handeln, wenn sie auf Menschen, die Schreckliches erlebt haben, stoßen. Ebenso, wie bei Feuerwehrleuten oder Sanitätern ist eine Ausbildung im Umgang mit dem Trauma notwendig – sowohl, um angemessen mit den Opfern umzugehen, als auch, um sich selbst vor traumatischen Eindrücken zu schützen.“
* Tabeling Petra, freie Journalistin, ist Koordinatorin für den deutschsprachigen Raum des Dart Center Europe for journalism & trauma Zitat: "Ein großer Teil der Medienberichterstattung dreht sich um Gewalt, doch Journalisten lernen in der Regel wenig über den Umgang mit Opfern und setzen sich kaum mit ihrer eigenen beruflichen Belastung auseinander. Das will das Dart Center jetzt auch im deutschsprachigen Raum ändern – mit Unterstützung von Journalisten, Medienunternehmen und Therapeuten."
Trauma-ExpertInnen * Berger Ernst, Univ.-Prof. Dr.: Facharzt für Psychiatrie und Neurologie, Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapeut, langjähriger Leiter der Neuropsychiatrischen Abteilung für Kinder und Jugendliche des Behindertenzentrums am Neurologischen Zentrum Rosenhügel, Opferbetreuung im Entführungsfall Natascha Kampusch
* Dobernig Elmar, Mag. Dr. Klinischer Psychologe und Gesundheitspsychologe, Psychotherapeut (Verhaltenstherapie), Notfallpsychologe. Mitglied des Landesleitungsteams des BÖP Kärnten. Psychologischer Leiter der REHA-Klinik Klagenfurt, Mitarbeiter des Psychiatrischen Not- und Krisendienstes Fachlicher Leiter der Krisenintervention des Roten Kreuz Kärntens; Auslandserfahrungen bei Grossschadensfällen; Traumatherapeut
Das Symposium ist Teil des „1. Interdisziplinären Kongresses für Beratung, Therapie und Training“, der vom 16.-18. November 2007 an der Johannes Kepler Universität Linz von der Firma bestNET. veranstaltet wird. |
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